Was sind GitarrenTABs oder Tabulaturen?
Tabulaturen sind in der Musik Griffschriften für ein Musikinstrument im Gegensatz zur Notenschrift, die Tonhöhe und Tondauer darstellt.
Erfunden wurden die Tabulaturen zu Beginn des 14. Jahrhunderts. In Westeuropas wurden im späten Mittelalter, der Renaissance und im Barock verschiedene Formen von Tabulaturen für Saiteninstrumente wie z.B. die Laute verwendet.
Tabulaturen können nur auf dem Instrument verwendet werden, für das sie geschrieben sind. Eine Gitarrentabulatur kann man nicht auf der Laute abspielen.
Das liegt daran, dass Gitarre und Laute (oder verschiedene Lautenarten) unterschiedliche Saitenzahl und Stimmung besitzen.
Bei der Tabulatur wird ein Ton dadurch definiert, dass seine Lage auf dem Instrument, wie in einem Koordinatensystem dargestellt wird.
Die Lage des gleichen Tons kann aber auf Gitarre und Laute differieren, d. h. der Ton ist auf einer anderen Saite und / oder auf einem anderen Bund (einer anderen Lage).
Auch wenn bei einer Gitarre eine andere Stimmung als die Standardstimmung verwendet wird, muss ein Lied für diese Stimmung in einer anderen Tabulatur notiert werden, da sich die Töne dann auch auf anderen Positionen befinden.
Das bedeutet also: die Tabulatur beschreibt die ‚örtliche’ Lage der Töne auf dem Instrument, während die Notenschrift die absolute Tonhöhe definiert.
